 Am 27.01.06 sollte es endlich los gehen: Ab ins Auto
und rein in die Provinz. Auf nach Bad Salzdetfurth ins Relexa-Hotel.
Für diejenigen von euch, die auch wie ich nicht wussten, wo das
liegt. Guckt mal in der Nähe von Hildesheim. Immer noch unklar?
Ok, Hannover sagt euch aber was?
Alle, die die üblichen großen Conventions gewohnt waren,
erwartete ein ungewohnter Anblick: Ein kleines Hotel mit kleinen Tagungsräumen
in ländlicher Umgebung. Ca. 120 Fans waren angereist. Doch was
sich zuerst als ungewohnt darstellte, entwickelte sich zu einer wunderbaren,
persönlichen Convention. (Entschuldigt, dass ich grad ein wenig
sentimental an die Hansetrek denke.)
Los ging es am Freitag Abend im Frühstücksraum/Restaurant
des Hotels. Die dort anwesenden Fans (es waren an dem Abend vielleicht
an die 50) hatten die Möglichkeit, sich mit Rainbow Sun Francks
(Lt. Aiden Ford, SG Atlantis), Erin Chambers (Sora von den Genii,
SG Atlantis), Aaron Douglas (Chief Petty Officer Tyrol, Battlestar
Galactica) und Nicki Clyne (Crewman Specialist Cally, Battlestar Galactica)
zu unterhalten. Und zwar JEDER mit JEDEM! Die Schauspieler setzten
sich nacheinander an jeden Tisch, um ein paar Worte mit allen zu wechseln.
Klasse!
Danach wurde die Kegelbahn überfallen. Ja, ihr habt richtig gelesen:
Kegeln auf ner Con! Man konnte zuschauen oder aber das Glück
haben, per Losverfahren in die Mannschaften (jeweils zwei Schauspieler
und zwei Fans) zu kommen: Atlantis gegen Battlestar. Ehrlich! Ich
hab noch nie was gewonnen, aber diesmal ....ja! Ich (und damit auch
Ziyal, die mich begleitete) durfte mit Rainbow und Erin die Ehre von
Atlantis verteidigen. Nachdem der anfängliche Schock der Nicht-Europäer
(„What? Balls without holes? And what the hell is a Scherenbahn?
Hey! And one pin is missing! There are only nine!”) übers
Kegeln überwunden war, ging´s echt lustig zu. Rainbow versuchte
verschiedene Techniken von „so viel Kraft wie möglich“
bis verbale Angriffe auf die Kegel. Aaron bediente sich seines Schuhs,
den er einfach seiner Kugel hinterher warf, um mehr abzuräumen.
Um es zusammenzufassen: Team Atlantis hat gewonnen! Ja!! („We
are the champions“ *träller*)
Der Samstag morgen startete mit der Vorführung
der Musikvideos der Fans, in denen Szenen aus Stargate Atlantis bzw.
Battlestar Galactica zu teilweise richtigen Kunstwerken zusammengeschnitten
wurden.
Es folgten Panels von Aaron, Erin und Rainbow auf einer Bühne,
die angesichts des kleinen Saales für jeden echt nah war und
hier mal erfreulicherweise einen hellen Hintergrund aufwies. (Das
freute alle Fotografen) und darauf die erste Photosession. Ok, hier
waren die ersten Warteschlangen, aber ist das nicht das Salz in der
Suppe jeder Con? Die herrlichen Gespräche und nette Bekanntschaften,
die –da bin ich sicher- jeder Congänger das ein oder andere
Mal schon in so einer Schlange gemacht hat, möchte doch niemand
missen, oder? Ich jedenfalls nicht. Natürlich haben Ziyal und
ich die Gelegenheit zu einem Atlantia-Kegel-winning-team-Foto genutzt.
Jawohl!
Am Nachmittag erfolgte der erste Workshops. Aaron Douglas musste dran
glauben. Acting-workshop. Was für ein Spaß (für mich
erst recht, weil ich nur Zuschauer war, aber Ziyal hat sich echt prima
geschlagen). Alle teilten sich in Gruppen auf, schrieben erst eine
Szene (SG-Team kommt durch das Stargate auf einen fremden seltsamen
Planeten, erleben Verrücktes und versuchen das Gate wieder zu
erreichen ...oder so ähnlich), die dann ein anderes Team schauspielerisch
umsetzen musste. „Act like giant bunnies and jump back to the
Stargate!“ Köstlich!
Nach Nickis Panel folgte der zweite Workshop geleitet
von Erin. Stage combat. *jubel* Ja! Das war was für mich! Zuerst
zeigte uns die extrem zierliche und super nette Erin ein paar Schläge,
die so aussehen als ob ...na ja, als ob man trifft eben. Man kam sich
vor wie in einem Bud Spencer Film *g* Überall flogen die Fäuste,
hörte man Einschläge, aber alle blieben heil. Dann ging’s
weiter mit einer richtigen Choreographie. Könnt ihr euch noch
an Erins Szene mit Rachel Luttrell alias Teyla erinnern, indem sich
die beiden Ladys einen heißen Messerkampf liefern? Schon mal
versucht nachzumachen? Wir haben! Mit unglaublich viel Spaß
und körperlichem Einsatz. Aus sicherer Quelle weiß ich
übrigens, dass so ein Training einen Muskelkater vom Kegeln prima
steigern kann ;-) *autsch*
Zur Entspannung gab’s dann die vielbesuchte
Autogrammstunde. Kein Problem bei Widmungen. Teilweise wurden ganze
Romane auf den Fotos geschrieben. Ein netter Plausch war auch noch
drin. So lob´ ich mir das! Ein Autogramm auf einem mitgebrachten
Gegenstand war sogar im Con-Preis inbegriffen. Herz, was willst du
mehr?
Was dann folgte, war Gehirnjogging. Ein Quiz!
Wer kann Zitate und Geräusche einer bestimmten Folge aus Battlestar
oder Atlantis zuordnen. (Unterscheidet ihr mal das Geräusch des
sich drehenden Stargates von Cylonengeräuschen! *schwitz*)
Dann kamen Fragen über Serien. Oh jemine! Melodien mussten erkannt
werden (Ok, die Titelmelodie von Bonanza kennt jeder, aber die von
„Simon & Simon“?), Bilder zugeordnet (Menschen in
roten Badeanzügen weiß der Experte doch sofort richtig
einzusortieren) und Fragen geantwortet werden (Wie zum Teufel hieß
noch der Hund vom Butler der Harts bei „Hart aber herzlich“?)
Dann sollten wir zu vorgerückter Stunde auch noch logisch denken.
(2x=6, 3x=?…Na?)
In unserer Gruppe waren wir rund 10 Frauen, die in wildstarken Diskussionen
ausbrachen und ihr Wissen zusammenwarfen. War das ein Spaß!
Und wir waren richtig gut! Eine Runde ging sogar an uns *freu*
Der Abend wurde abgerundet durch einen Convention-dancing-workshop.
Sorry, aber darüber kann ich wenig berichten. Das ganze erinnerte
mich zu sehr an den Ententanz aus vergangenen Tagen. Die Teilnehmer
hatten jedenfalls Spaß ...soweit ich das von meiner Position
außerhalb des Saales sehen konnte, wo wir wunderbare Gespräche
mit alten und neuen Freunden führten (Gruß an alle Slasher
*bg*)
Wer immer noch nicht genug hatte, konnte danach zu fetziger Musik
„normal“ abtanzen, wobei Nicki sich als guter DJ und hervorragende
Tänzerin zu erkennen gab. Aber auch Erin, Rainbow und Aaron hatten
ihren Spaß. Und nicht nur am Tanzen. Rainbow wurde des öfteren
mit diversen alkoholischen Getränken gesichtet. Scoll!
Die Quittung bekam er am nächsten Tag als er
gegen Mittag nach den Panels von Nicki und Erin mit Nicki den nächsten
Workshop leiten sollte (bis kurz vorher wussten die beiden so gar
nicht, was sie denn machen sollten. „What? We have to do a workshop?
Oh, my god!“) und im Bademantel bekleidet müde die Bühne
betrat.
Nein, keine Sorge. (oder Enttäuschung? *bg*) Der gute Rainbow
zeigte Nehmerqualitäten und Rapper/Dancer-Talente und versuchte
zusammen mit der quirligen Nicki uns wenigen Mutigen (warum waren
wir so wenig und die Zuschauer so viel?) ein paar Hiphop- und Breakdance-Schritte
beizubringen (perfekt für die Abrundung eines mortzmäßigen
Muskelkaters) Na ja, auch wenn wir uns abmühten, an Rainbow und
Nicki kamen wir nicht heran. Sehenswert!
Am frühen Nachmittag gab's dann eine zweite
Photosession, bei der unter anderem ein paar Bilder vom Vortag neu
gemacht werden mussten, weil sie nix geworden waren. Toll war bei
der Fotoaktion auch, dass alle Fotos inkl. Autogramm -wenn erwünscht
und dann sogar mit Widmung- ausgegeben wurden.
Den Abschluss der Con bildeten dann noch Panels von Aaron und Rainbow
und eine kleine, aber feine Closing Ceremony.
Schade, dass danach im Hotel kein Ort, keine Bar,
keine Sitzgelegenheiten waren, um gemeinsam diese schöne Con
ausklingen zu lassen. Nen kleiner Wermutstropfen auf eine sonst wunderbare
Con.
Gerüchten zufolge (die Teilnehmer hüllten
sich vielfach in wissendes Schweigen *bg*) gab es am späten Abend
noch eine Poolparty (ein sehr schöner, großer Pool übrigens.
Ich hab ihn Samstag morgen mit Ziyal getestet, um den müden Muskeln
etwas Entspannung zu gönnen) Darüber kann ich leider nichts
berichten, denn ich war nicht dabei, sondern habe zusammen mit meiner
neuen Freundin Sam *heftig wink in ihre Richtung* den Conblues auf
unserem Zimmer bekämpft ...erfolgreich, denn nach der Con ist
vor der Con!
Alles in allem: Es war wunderbar!
Eure Arusha
Aaron Douglas
Schon beim „meet and great“ am Freitag Abend lernen wir
einen Mann kennen mit vielen verschiedenen Seiten: sehr humorvoll
und ein Spitzbube, gleichzeitig interessiert an den Geschehnissen
des zweiten Weltkrieges. Sympathisch und offen (wie eigentlich alle
anwesenden Schauspieler) Im Panel erzählte er unter anderem,
dass er beim Anschauen des Stückes „Rag Time“ gedacht
hatte: „Schauspielern? Das möchte ich auch machen.“,
er darauf seinen Job kündigte und zur Schauspielschule ging.
Man müsse sich als Schauspieler allerdings immer durch diverse
Jobs über Wasser halten (Gespräch mit einem Schauspieler:
„What do you do?“ „I´m an actor.” “Oh,
what restaurant?”) Trotzdem könne er sich keinen anderen
Beruf für sich vorstellen. Auf die Frage, mit wem er gerne mal
zusammenarbeiten möchte, meinte Aaron, er würde es fast
scheuen seine Idole zu treffen aus Angst, sie würden sich als
„yerks“ (oder wie schreibt man das?) erweisen. Nichts
desto Trotz würde ihn ein Projekt mit Johnny Depp, Tom Hanks
oder Tim Burton reizen. Auf die Frage, was für Rollen er gerne
spielen würde, ob vielleicht auch romantische, kam ein eindeutiges
„No!“ Lieber eine Komödie. Dann erwähnt er auch
vor großem Publikum, dass er geschichtlich sehr interessiert
sei, vor allem an den Ereignissen im zweiten Weltkrieg, ein Thema,
dass ihn sehr fasziniert und er sich deshalb auch auf Deutschland
gefreut hat. Seinen Freunden hatte er allerdings auf die Frage, wo
er denn hinreise, erzählt, er würde sich den Austragungsort
der WM ansehen. Leider konnte er aber bisher von Deutschland nur den
Flughafen und das Hotel sehen.
Auf die Frage, wen er denn mal treffen wollte –lebend oder schon
verstorben, meinte er er würde gerne mit der Bibel zu Jesus gehen
und ihn fragen, ob das denn alles so stimmt, was da drin steht. Und
auf die Frage, was er denn machen würde, wenn er für einen
Tag eine Frau wäre, kam prompt die Antwort „Sit on my sofa
and play with my breast!“ Außerdem wäre es sicherlich
interessant zu wissen wie so das Leben als seine Schwester wäre.
Sein technisches Verständnis reiche im Gegensatz zu seinem Battlestar-Charakter
gerade mal aus um einen Bleistift anzuspitzen und er genieße
seine Rolle sehr, nicht der große Held zu sein sondern nur ab
und zu nur ein Stückchen.
Er berichtet, dass ihm beim Dreh von Battlestar Galactica die Außenaufnahmen
im Wald von Vancouver und die Arbeit mit Nicki am Set am meisten Spaß
machten. Es bereite ihm immer wieder Vergnügen, sie während
einer Szene zum Lachen zu bringen, was nicht wirklich schwer sei,
denn Nicki würde ständig lachen. Schwierig sei es mit James
Callis alias Dr. Baltar und Tricia Helfer alias No.6 zu arbeiten,
weil man ja vorgeben muss No.6 nicht zu sehen.
Die Con fasste er zusammen mit den Worten: „Great fun, great
bear.“
Nicki Clyne
Zierlich, quirlig, sympathisch und ständig zu Scherzen aufgelegt.
So kann man Nicki beschreiben. Sie genießt die Arbeit am Set
und vor allem den Spaß mit Aaron. (Beobachtet Nicki mal, wenn
ihr Battlestar guckt. Da zuckt ständig ein Lachen in ihrem Gesicht
*g*) Allerdings habe Aaron sie beim Dreh zweimal aus Versehen ins
Gesicht getroffen. Ruf aus dem Publikum von Aaron: „It wasn´t
me!“ Ok, dann müsse sie es selbst getan haben oder jemand
sei gaaaaanz schnell weggelaufen.
Da zuerst geplant war, sie in der ersten Episode sterben zu lassen,
ist sie nun um so glücklicher so lange dabei sein zu können.
Allerdings habe sie persönlich keinerlei technische Fähigkeiten.
Jetzt wolle sie das aber ändern. Sie habe sich gerade ein altes
Motorrad gekauft und will sich das Schrauben daran beibringen lassen.
Um sich auf die Rolle vorzubereiten, wurden die Schauspieler, so erzählt
Nicki, in ein Militärcamp geschickt, um ein Gefühl dafür
zu bekommen, wie es beim Militär zugeht.
Die Arbeit bei Battlestar mache ihr unglaublich viel Spaß, vor
allem auch, weil sie mit so vielen talentierten Leuten zusammenarbeiten
kann und dort jede Menge lernt, nicht nur von den Schauspielern, sondern
auch von den Leuten im Hintergrund. Nicki erzählt uns, dass sie
durchaus Interesse hat, einmal Regie zu führen oder auch zu schreiben.
Früher hätte sie kleine Werbefilme gemacht, u.a. für
Sprite und „gogart“, einem Joghurt aus ner Tube (etwas,
dass ihr heute peinlich ist), aber heute würde sie Werbung ablehnen,
weil ihr das einfach nicht kreativ genug ist. Sie liebt es zu tanzen
(ihre Tanzeinlagen auf der Party waren grandios!), hat das aber nie
gelernt. Ein Naturtalent eben.
Für ihre Rolle wünscht sie sich Szenen, in denen sie mehr
Lachen und vielleicht offene Haare tragen kann. Gefragt nach ihrer
stärksten Szene will sie nichts verraten, weil die ihrer Meinung
nach noch kommt. Wir sollen uns auf jede Menge Überraschungen
gefasst machen. Als sie gefragt wird, ob sie vor irgendeiner Frage
Angst gehabt hätte oder eine bestimmte erwartet hätte, erzählt
sie, dass sie erwartet hat, dass man sie nach Kelly Vornamen fragt,
sie aber selbst keine Ahnung hat. Sie habe sich aber im Vorfeld nicht
zuviel Gedanken über Fragen gemacht, um sich nicht nervös
zu machen und spontan bleiben zu können. Ihre 5 Worte, um die
Con zu beschreiben? Sehr augenöffnend, inspirierend, motivierend,
Spaß und noch mal Spaß.
Ja, Nicki, wir hatten auch Spaß mit dir.
Rainbow Sun Francks
Rapper. Dancer. Entertainer. Partyman. Rainbow Sun Francks ist wirklich
vielseitig. Er erzählt uns gut gelaunt, wie sehr er es liebt,
bei Stargate dabei zu sein und zu Cons zu gehen, um dort die Fans
zu treffen. Rainbow empfindet die Veränderung seiner Rolle in
der zweiten Staffel (Nein! Ich sag hier noch nichts. Keine Spoilergefahr!)
als klasse und als seine persönlich beste Rolle. Die notwendigen
Stunts macht er größtenteils alle selbst, was ihm einen
riesen Spaß macht. Dabei hilft ihm seine gute Körperbeherrschung,
die er sich schon früh durch Breakdance antrainiert hat. (Sein
Tanztalent zeigte er uns dann auch später bei der Party und dem
dance-workshop mit Nicki) Gleichzeitig verbessere diese Rolle durch
die vielen Stunts seine schauspielerischen Möglichkeiten für
die Zukunft.
Am Set wird er gerne von Dean Marshall (Sgt. Bates) geärgert,
weil er so oft bewusstlos irgendwo rum lag. „Getting knocked
off today?“ Am meisten gelacht hätte er am Set über
die Wraith. Genauer gesagt über eine Szene, in der die Wraith
angerannt kommen und auf ein Ziel schließen sollen. Weil die
Schauspieler aber in den Masken kaum etwas sahen, liefen sie wirr
umher und schossen alle in verschiedene Richtungen.
Rainbow erzählt uns, dass es für die Schauspieler bei Atlantia
möglich ist, eigene Ideen über ihre Charaktere mit einzubringen.
Das schwarze Auge, das er jetzt in seiner Rolle hat (nein, ich verrate
nicht mehr!) wäre zum Beispiel seine Idee gewesen. Allerdings
war er gezwungen, das Make-up den ganzen Drehtag (bis zu 16 Stunden)
zu tragen, weil ein Entfernen immer äußerst schwierig und
zeitaufwendig war. Er würde sich wünschen, dass sich sein
Charakter Ford zu so einer 1-Mann-Einsatztruppe entwickeln würde,
wo er dann einfach ein paar Leute tötet und zurückkommt,
um ein Sandwich zu essen.
Sein Zusammentreffen mit Richard Dean Anderson hat ihn schwer beeindruckt.
Richard hätte eine unglaubliche Präsenz. Neben ihm käme
man sich richtig klein vor. Allerdings hätte er ihn getestet.
Er hätte ihm ein paar Sachen hingelegt, um was zu basteln, aber
Richard hätte es nicht auf die Reihe gekriegt. Tja, Mac Gyver
ist lange her *g*.
Dann berichtet Rainbow über sein Casting zur Rolle. 8- oder 9-mal
musste er dort hin. Das letzte Mal um 9 Uhr morgens, nachdem er 2
Tage nicht geschlafen hatte. Das wäre echt furchtbar gewesen.
Und das nur, weil der Produzent ihn nur noch mal sehen wollte. 12
Stunden später saß er dann im Flieger nach Vancouver, um
mit den Dreharbeiten zu „Rising“ zu beginnen. Er war echt
fix und fertig.
Auf die Frage, wo er noch gerne mitspielen wollte, meinte Rainbow,
dass er sehr gerne bei „Firefly“ und „Herr der Ringe“
mitgemacht hätte, wo er dann der erste schwarze Elb sein wollte.
Sein Lieblingsbuch sein übrigens „Der kleine Hobbit“.
Außerdem liebt er Bücher über das Kochen und kocht
auch selbst sehr gern. Vielleicht war er deshalb auch über das
Essen in England so entsetzt, über das er sich lautstark beschwerte.
Auf die beliebte Frage, was er denn tun würde, wenn er einen
Tag eine Frau wäre, kamen schnell Ideen: Shopping, Sex, ab in
die Umkleide mit den Mädels und Männer anmachen, um sie
dann abblitzen zu lassen. Na, dann viel Spaß dabei, Rainbow.
Rainbows schauspielerische Karriere, so erzählt er, startete
schon im Alter von 2 Jahren auf dem Arm seiner Mutter. Sein zweiter
Auftritt bei der Sesamstraße endete recht schnell, weil er Angst
vor den Puppen gehabt hätte.
Nach Ausflügen in die „normale Welt“(ein Job bei
„Starbucks“ endete schon nach 2 Tagen) wandte er sich
schnell wieder dem Showbusiness zu. Eine Zeit lang hätte er als
Moderator einer Musiksendung gearbeitet, was ihm heute viele Vorteile
bringt, denn es steigerte seine Popularität und heute wisse er
besser, was Reporter von ihm wollen mit ihren Fragen, denn genau das
hat er ja auch gemacht. Rainbow versucht seine verschiedenen Talente
gleich stark auszubauen. So arbeitet er neben seiner Rolle bei Stargate
weiter an seiner Rappmusik, von der er uns einige Kostprobe darbot,
und hat sogar Mode designt. Seine Schauspiel-Vorbilder sind, so berichte
er, Christopher Walker und Johnny Depp.
Zum Abschluss soll Rainbow die Con mit 5 Worten umschreiben: Tanz,
Kommunikation, Unterhaltung, Wodka, perfekt. Danke Rainbow!
Erin Chambers
Unser erstes Zusammentreffen mit der bescheidenen, süßen
Erin war (mal abgesehen von den wenigen Minuten beim meet and great)
schon am Samstagmorgen beim Frühstück, und zwar nicht nur
mit ihr sondern auch mit ihrer total sympathischen Mutter, die einiges
aus dem Nähkästchen plauderte. Richtig nett. Zum Beispiel
wäre Erin eigentlich im Gegensatz zu einer ihrer Schwestern immer
ein braves Mädchen gewesen. Dazu sagte Erin gar nichts. Warum
nur? *g* Die Unterhaltung war so amüsant, dass wir den halben
Video-Contest verpasst haben. Das war es aber wert.
Beim Panel erzählte Erin dann, dass sie vor ihren Casting keinerlei
Fight-Praxis hatte und daher schon glaubte, sie würde die Rolle
der Sora gar nicht bekommen. Zur Vorbereitung erhielt sie dann eine
Woche Kampftraining (wovon sie uns ja dann in ihrem stage-combat-workshop
einiges beibrachte), um ihre Szenen zu bewältigen. Bei der Choreographie
war ihr Rachel sehr behilflich. Erin wusste vor dem Dreh gar nichts
von der großen Popularität von Stargate Atlantis. Auch
war sie überrascht wie beliebt ihre eigene, eigentlich doch kleine
Rolle bei den Fans ist.
Angefangen hatte sie ihre schauspielerische Laufbahn schon mit 7 in
dem Musical „The King and I“ in dem sie ein siamesisches
Mädchen spielte. Sie bewies uns dann gerne ihr musisches Talent
indem sie uns unter anderem das Lied der kleinen Meerjungfrau aus
„Arielle“ vorsang. Ein wahrer Genuss!
Ob sie lieber Theater spiele oder im Film/Fernsehen könne sie
gar nicht sagen. Sie liebe es vor Publikum zu stehen, aber beim Filmen
hätte man den Vorteil, etwas noch einmal zu drehen, um sich zu
verbessern.
Auf die Frage, was und mit wem sie gerne drehen würde, kam spontan
„Lost“, „24“, Julia Roberts, die sie sehr
verehrte, Kiefer Sutherland und Clive Owens. Allerdings kämen
Nacktszenen nicht in Frage. Nicht, dass sie es missbilligte, dass
andere Kollegen das tun würden, es läge einfach nur nicht
in ihrer Natur sich nackt vor anderen zu zeigen.
Während Erin so erzählt, schleicht sich plötzlich ihre
Mutter von hinten an uns heran und erzählt uns, dass Erin Quilts
mache. Wir sollen sie doch einmal danach fragen. Gesagt. Getan. Erin
ist auf meine Frage völlig perplex und fragt zuerst nur, woher
ich diese Information habe. Ich schaue gespielt unschuldig zu ihrer
Mutter im Publikum und meine nur, dass hätte ich irgendwo gehört
*grins* Erin schämt sich ein bisschen, darüber zu berichten.
Vielleicht käme uns das ja spießig vor. Kommt es uns nicht.
Erins Mutter bedankt sich nach dem Panel noch bei uns, dass wir ihre
Tochter so herrlich aus der Fassung gebracht haben. Nette Familie
:-)
Erin fühlt sich trotzdem (oder gerade deshalb?) sichtlich wohl
auf der Bühne, obwohl sie ein bisschen Angst vor der Convention
hatte. Schließlich war dies ihre erste. Da war sie sehr froh,
sich eine so kleine ausgesucht zu haben, um nicht gleich erschlagen
zu werden von zu vielen Fans. Sie beschreibt die Con mit den Worten:
fein, faszinierend, intim, anders und kreativ.
Klingt als hätte es ihr sehr gefallen :-)
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